Das Ende des Euros!
By torgumVielleicht. Vielleicht nicht? Dieser Tage ist die Diskussion über die drohende Staatspleite Griechenlands und damit eine schwere Belastungsprobe für den Euroraum omnipräsent. Doch was die Folgen sind der einen wie der anderen Lösung, das können sich nur die wenigsten ausmalen. Ich übrigens auch nicht. Ich schreib mal locker zusammen, was ich so wahrnehme.
Griechenland hat extreme Schulden und es kriegt keine Kredite mehr von Banken, weil’s keine Sicherheiten gibt. Ok, das passiert vielen Menschen und nun auch Staaten. Die EU hat Griechenland einen massiven Sparkurs verordnet und scheinbar ist man seitens der Regierung durchaus gewillt, das auch anzugehen. Die Bevölkerung sieht das nun erstmal anders und macht auf Generalstreik. Ok, is ihr Recht, aber was erwarten die Griechen eigentlich? Genau, die EU soll Griechenland helfen und das ist auch verständlich, dass man das dort so sieht. Natürlich hat sich Griechenland schon beim Betritt zur Eurozone mit gefälschten Bilanzen reingetrickst, aber da kann die Bevölkerung ja recht wenig dafür. Und nun ist die Scheisse am kochen. Aber richtig. Wenn die EU Griechenland hilft, dann können wir auch über Spanien, Irland und noch ein paar andere reden. Wer soll’s bezahlen? Deutschland? Die sind doch selbst pleitererererer. Ok, nicht wie die USA, aber immerhin auch.
Was, wenn die EU Griechenland den Sparkurs verordnet? Die Regierung in Griechenland wird sicher abgesägt und dann? Tritt die EU dann ein? Nö, wenn sie einmal sagen: nö, dann sicher nicht, wenn die Griechen ihre Regierung wegen Misswirtschaft abwählen. Nun darf man sich natürlich fragen, ob es in Griechenland nicht irgendwelches grossartiges Sparpotential gibt. Ich bin sicher, dass das so ist. Ist ja in jedem Land so. Die populistischen Forderungen nach dem Verkauf von Staatseigentum, wie Kulturdenkmälern und Iseln jedenfalls erscheint mir reichlich lächerlich.
Warum ist das Thema so präsent in den Medien? Nun, einerseits muss man immer sehen, wer etwas sagt und wer davon profitiert? Panikmeldungen sind dieser Tage ja allgegenwärtig. Dazu schreibe ich sicher nochmal mehr. In diesem Fall profitieren genau zwei Gruppen davon:
1. Die Verlage, die mit Panik Auflage machen wollen
2. noch viel mehr profitieren die Typen, die auf die Staatspleite in Griechenland spekulieren, denn durch die geschaffene Panik können sie mit den Kreditversicherungen Griechenlands nen echten Reibach machen. Wo das Geld bleibt… Tja. Fragen wir doch mal den Hedgefond unseres Vertrauens. Wie sowas gibt’s nicht?
Ein weitere Grund für die Präsenz ist die Bedrohung für den Euro. Ist das wirklich so? Der Euro steht grade bei 1.36… also schwächelt er gegenüber dem Dollar deutlich. Die grosse Panik braucht nun aber nicht anbrechen. Immerhin war der Euro schonmal bei 0,8 und wir haben’s auch überlebt. Ein niedriger Eurokurs kann sogar ein wenig ne Chance sein, um der europäischen Wirtschaft (Export) nen Schubs zu geben und wieder Fahrt aufzunehmen. Natürlich kennen wir nur noch Extreme. Trotzdem erscheint mir die Prophezeiung, dass dies das Ende des Euros sei noch etwas übertrieben. Möglicherweise in ein paar Jahren. Was die Leute, die so laut schreien grade nicht verstehen. Politiker sind beratungsresistent und reflektieren ihre eigenen Fehler nicht (was in dem Beruf scheinbar eine Grundvoraussetzung für den eigenen Erfolg ist). Das heisst, sie werden ALLES tun, um einen Untergang des Euros, zu verhindern. Es sei denn, die Banken wollen das irgendwann. Aber im Moment werden wir noch mind. 2 Jahre mit dem Euro leben müssen. Was is denn die Konsequenz? Natürlich ist Europa genauso eine Chimäre, wie die UDSSR es damals war. Ein politisch gewolltes Konstrukt, was sich nciht in den Köpfen der Bevölkerung wiederspiegelt. Und sowas kann man nur mit Gewalt oder Identität zusammenhalten. Die USA haben ein völlig andere Geschichte, als wir. Die haben eine Identität. Wir nicht. Jahrhunderte Geschichte, Kriege untereinander, Sprachunterschiede usw. Das überbrückt man nicht mit einer Währung. Und selbst nur die unterschiedlichen Wirtschafts- und Sozialsysteme der Staaten (die letztlich auch aus der internen Geschichte der Einzelstaaten stammen) kann man nicht einfach mit einer Währung überziehen und glauben, dass es schon gut werden wird.
ich glaube, es wird eine interessante, aber nicht ungefährliche Zeit. Für das Konstrukt Europa an sich und auch für bestimmte Länder.
Piratenpartei Deutschland
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